Youtube HD unter Linux
Veröffentlicht von Hanny
Nachdem ich immer wieder unterschiedlichste Probleme mit Flash unter Linux hatte, was sich natürlich direkt auf Youtube auswirkt, hab’ ich mich, nachdem ich meinen neuen Bildschirm bestellt hatte, mal umgeschaut um das Problem irgendwie zu lösen. Schließlich will man auf einem 1080p-Monitor die Youtube-Videos auch in 1080p anschauen, sofern diese so vorliegen und die Leitung das auf die Reihe bekommt.
Leider stellt sich Flash hier etwas in die Quere und verhindert 720p/1080p (in h264) Playback bei meiner Maschine (AMD Athlon 64 4000+) vollkommen, dass der Prozessor das auch unter Windows vermutlich nicht schaffen würde, ist mir klar. Trotz allem kommt hier meine Grafikkarte ins Spiel welche (unter mplayer z.B.) dank Nvidias VDPAU h264-Playback auch in den großen Auflösungen möglich macht, selbstverständlich fehlt jegliche Unterstützung dafür in Flash, auch wenn es unter Windows anders aussehen mag. Somit bleibt dem LinuxUser nur dem Umweg über einen externen Player, ist mir persönlich aber eh lieber
Für Firefox existieren dank Greasemonkey unterschiedliche Plugins, welche verschiedene Browser-Videoplugins (wie den von VLC, z.B) direkt in die Youtube-Seite einbauen, leider ist die Steuerung/Oberfläche dieser Plugins so viel schlechter als die der Player, dass diese Alternative auch wegfiel.
Nun aber zu meiner tatsächlichen Lösung:
Am Anfang habe ich die Videos einfach mit diesem Greasemonkeyscript (die momentane Version funktioniert leider nicht mehr, hier gibt es meine Version) runtergeladen und dann mit (s)mplayer angeschaut, leider dauert das Downloaden je nach Video doch wieder einige Minuten… hat mich dann auch nicht zufriedengestellt, und genau an der Stelle kommt Launchy ins Spiel: Dieses Plugin macht prinzipiell nichts anderes, als im Kontextmenü für Links eine “launch-with”-Möglichkeit anzubieten, das ganze ist über eine XML-File einstellbar (meine launchy.xml, öffnet mit smplayer unter /usr/bin/smplayer, muss unter chrome/ ins Firefox-Profil, hier ist noch ein Generator für eine eigene XML).
Als Endergebnis werden meine Youtubevideos dank dem Greasemonkeyscript nicht automatisch gestartet und automatisch gebuffert (Optionen des Plugins gibt es rechts oben auf der Youtube-Seite), ich mache einen Rechtsklick auf die gewünschte Auflösung (meist 720p oder 1080p) dann launchy->Open Link in SMplayer, in dem dann geöffneten smplayer läuft das Video perfekt und springen im Video ist ohne buffern instant möglich! (Zumindest bei DSL 16k, keine Ahnung wie es bei kleineren Leitungen aussieht).
Ich hoffe, dass dieser Exkurs über die Nachteile von Flash unter Linux Einigen hilft, endlich von den kleinen, grottigen Auflösungen wegzukommen, die Youtube sonst noch anbietet *schauder*. Anregungen oder Kommentare bezüglich der Sache unbedingt in die Comments, eventuell geht das ganze ja noch besser/einfacher/komfortabler.
How-to: SimpleMail mit imaps und doppelte Mails mit Sqlite löschen
Veröffentlicht von onny
Simple Mail ist ein, wie der Name suggeriert, kleines und praktisches Firefox-Addon zum senden und empfangen von Mails. Sehr praktisch, wenn man sowieso nur im Browser arbeitet und desweiteren zu wenig Speicherplatz für größere Programme wie Thunderbird hat.
Unser privater Mail-Server ist über das SSL-Imap-Protokoll zu erreichen, was leider nun zur Folge hat, dass der Abrufvorgang mit einem Zertifikat-Error abbricht: Das SSL-Zertifikat vom Server wäre nicht gültig!
Man kann allerdings Ausnahmen hinzufügen über Firefox: Edit -> Preferences ->Advanced -> View Certificates -> Add Exception …
Dort lässt sich z.B. mail.example.com:993 als Ausnahme eintragen. Mit dem neuimportierten Zertifikat lassen sich Mails ohne Probleme abrufen.
Leider hatte ich noch ein Problem, dessen Ursache ich mir noch nicht erklären konnte. Bei dem ersten Abruf kamen leider viele Mails mehrmals mit, sodass mein Postfach auf über 1000 neue Nachrichten angewachsen ist. Die doppelten Einträge werden bei Simple Mail in form einer SqLite3-Datei im Firefox-Profilordner unter dem Ordner .mozilla/firefox/<user>/simplemail angelegt. Wechselt man in den Ordner und lädt die SqLite–Datei mit
$sqlite simplemail.sqlite (oder auch sqlite3 als Programmname!)
, hat man nun die Möglichkeit, die Mail-Datenbank zu bearbeiten. Folgender Befehl in der SQL-Shell löscht doppelte Mails, die exakt den gleichen Timestamp haben:
delete from messages where exists (select rowid from messages m2 where
m2.date = messages .date and m2.rowid < messages .rowid);
Die Sqlite-Shell beendet man dem Befehl: .quit
Yay, nurnoch ~400 mails